20. Hospiz-Benefiz-Konzert zugunsten des Ambulanten Hospizdienstes Lemförde

Gleich zweimal wurde das 20. Hospiz Benefiz Konzert am Sonntag, den 10.10 in der kath. Kirche „Zu den Heiligen Engeln“ Lemförde angeboten. Alle Musiker*innen, die teilweise sogar beide Konzerte um 16 und um 18 Uhr mitgestalteten, waren bereit auf ihre Gage zu verzichten, so dass der Erlös aus den Spenden von über 700 € komplett in die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes fließen kann.

Nach einem ersten musikalischen Auftakt begrüßte Nicole Otte, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Lemförde, die Gäste. Sie machte in ihrer kurzen Begrüßung deutlich, dass Corona weiterhin die Arbeit des Dienstes aufgrund verschiedener Auflagen einschränke, bevor sie kurz auf den diesjährigen Welthospiztag am 9.Oktober aufmerksam machte.

Anschließend boten die Musiker*innen unter der Gesamtleitung von Monika Zilke ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm. Von klassischer Musik bis zu modernen Popsongs, von leisen bis kraftvollen Tönen, von heiter beschwinglichen bis nachdenklichen Liedern war für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Auf Chöre und größere Gruppen musste leider verzichtet werden, damit möglichst viele Besucher*innen kommen konnten, die auch zahlreich erschienen. Beide Konzerte waren im Rahmen der Möglichkeiten komplett besucht.

Unter anhaltendem Applaus sprach Sr. Maria, ebenfalls Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes, folgenden Künstler*innen ihren Dank aus: Claire und Arian Wegener (Gesang), Gesa Wiechering (Klavier), Japhia Paltinat (Klavier), Nhy Nguyen (Klavier), Tobias Husmann (Orgel), Matthias Stephanie (Geige), Gudrun Kröger (Gesang) und Monika Zilke (Orgel, Klavier und Gesamtleitung).

Auf eine Tradition wurde trotz aller Umstände dennoch nicht verzichtet. Gemeinsam wurde das Abschluss Lied „Der Mond ist aufgegangen“ gesungen und viele Besucher verließen die Kirche mit einem Lächeln in den Augen und äußerten wie toll das Konzert gewesen sei!

So hoffen wir nun darauf im kommenden Jahr wieder in einer vollgefüllten Kirche das 21. Hospiz Benefiz Konzert anbieten zu können.

Fahrradtour

Fahrrad Friedensfahrt für den Ambulanten Hospizdienst 2021
(Rechtsklick, Bild speichern unter… auf das Bild zum Download)

Treffpunkt an der Kath. Kirche Lemförde
Halt an der Stiftskirche Levern
Die Kirche von Innen
Kaffeetafel im Gemeindehaus Levern

Die Fahrrad Friedensfahrt für den Ambulanten Hospizdienst Lemförde war trotz vieler Absagen wegen der Regenwetter-Prognosen sehr erfolgreich. Pünktlich um 13.00 Uhr setzte der Dauerregen aus und 12 wetterfeste Radfahrer*innen sich in Bewegung. Bei der 1. Friedensstation der Rundfahrt um den Stemweder Berg im ev. Gemeindehaus Haldem spielte Beate Brandt Friedenslieder auf der Orgel und begleitete anschließend die Gruppe bis zu den Sundener Hügeln. Mit dem Schwung der Abfahrt von dort war schon gegen 15.00 Uhr Levern erreicht, wo Pfarrer i.R. Thomas Horst neben den Radfahrern und Radfahrerinnen auch Sr. Maria und das Kuchenteam mit Dieter und Inge Bonehs herzlich willkommen hieß. Die nachfolgende Stunde mit Turmbesichtigung und eindrucksvoller anschaulicher Führung von Thomas Horst durch die 800jährige Geschichte der Stiftskirche wird den Teilnehmer Innen der 3. Friedensfahrt zugunsten des Hospizdienstes unvergesslich bleiben.

Nach der Pause mit dem leckeren selbstgebackenen Kuchen und frischem Kaffee im Gemeindehaus, forderte Pastorin Bettina Burkhard zur Weiterfahrt von Levern über Wehdem nach Brockum auf, wo sie nach einer kurzen besinnlichen Friedensandacht den offiziellen Teil der Rundfahrt um 18.30 Uhr beenden konnte. Trotz des widrigen Wetterumstände, wird es für alle eine schöne Erinnerung bleiben und die Fahrt im kommenden Jahr mit einer anderen Strecke erneut angeboten.

Besonderer Seminarabschluss

Anfang des vergangenen Jahres begannen 8 Teilnehmerinnen sich innerhalb des Befähigungkurses zur ehrenamtlichen Begleitung Schwerkranker, Sterbender und ihren Angehörigen intensiver über den eigenen Umgang mit den Themen Leben, Krankheit, Sterben und Tod, wie auch über fachliche Fragen auseinanderzusetzten. Jetzt fand der Kurs, der sich über 80 Unterrichtsstunden erstreckte, einen ungewöhnlichen und sicherlich für alle Beteiligten in Erinnerung bleibenden Abschluss. Konnte der Kurs im Februar noch regulär in den Gemeinderäumen der kath. Kirchengemeinde Lemförde beginnen, so wurde er durch den Corona Lockdown im März zunächst komplett unterbrochen. Ende August wurde das Seminar fortgesetzt. Die erneuten Corona Einschränkungen führen dazu, dass das Seminar ab November Online weitergeführt wurde Alle konnten sich auf dieses „Experiment“ einlassen, dass es in dieser Form bisher noch nicht gab. Die „Treffen“ fanden nun bei jedem im heimischen Wohnzimmer, der Küche oder aber auch im Büro am eigenen, oder von Kindern/ Enkelkindern geliehenen Computer statt. Referenten konnten überzeugt werden sich auf dieses Format einzulassen und so entstanden vermutlich für alle unvergessliche Seminarstunden. Es wurden Vorträge organisiert, Kleingruppenarbeit durchgeführt und auch der Austausch untereinander kam nicht zu kurz. Den Abschluss bildete am 10. Dezember die Übergabe der Teilnahmebescheinigungen, auch bei jedem zu Hause. Dazu wurden im Vorfeld Päckchen für alle Teilnehmerinnen zusammengestellt und verteilt, in dem neben der Bescheinigung, auch eine kleine Flasche Sekt zum Anstoßen war.
Trotz der ungewöhnlichen Umstände, war es für alle Teilnehmerinnen ein Befähigungskurs, in dem alle viel lernen konnten, der aber auch sehr viel Spaß gemacht hat. „Ich konnte fachlich viel lernen, aber auch für mich persönlich einiges mitnehmen“, so das einhellige Resümee der Teilnehmenden. Ein Großteil hat sich inzwischen dazu entschieden, als Hospizbegleiterin im Ambulanten Hospizdienst tätig werden zu wollen und den wichtigen Dienst in der ehrenamtlichen Begleitung von Schwerkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen übernehmen zu wollen.
Auch wenn es aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich ist einen konkreten Termin für den Beginn des nächsten Befähigungskurses festzulegen, können sich Interessierte bereits jetzt beim Ambulanten Hospizdienst Lemförde unter 05443 997093 oder info@hospiz-lemfoerde.de melden.

Abschlussfoto zum Seminarende

Ambulanter Hospizdienst Lemförde – ein kleines „Corona“ Zwischenfazit

In den vergangenen Monaten musste der Ambulante Hospizdienst Lemförde
aufgrund der Corona Pandemie alle bereits geplanten Veranstaltungen
absagen, sei es für die Öffentlichkeit zum Beispiel im Rahmen der „Woche für
das Leben mit dem Thema: Leben im Sterben“, aber auch die monatlichen
Austauschtreffen mit den ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und geplante Fortbildungsveranstaltungen. Ebenso musste der gerade neu begonnene Befähigungskurs für neue Ehrenamtliche pausieren. Auch wenn es vielerorts weiterhin nur eingeschränkt möglich ist, dass Hospizbegleiterinnen Besuche in Alten- und Pflegeheime machen, so brach
doch der Kontakt zu den Menschen in ihrer letzten Lebensphase nicht gänzlich
ab. Die Hospizbegleiterinnen hielten durch Telefonate, Mails und Postkaten Kontakt zu ihren Begleitungen und deren Angehörigen, sofern dies möglich war. Erfreulich war es, dass sich trotz der schwierigen Situation bei Anfragen von Begleitungen im häuslichen Bereich immer eine Lösung fand, die Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten zu können. Hier waren nach Absprache mit allen Beteiligten und unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzvorschriften auch persönliche Kontakte möglich. Durch die behördlich getroffenen Lockerungen konnte Anfang Juli nach über dreimonatiger Pause wieder das erste Treffen mit den Hospizbegleiterinnen
stattfinden, zwar in einem anderen Rahmen und unter Einhaltung der Schutzund Hygienevorschriften, dennoch war es ein schönes Treffen nach so lange
Zeit. Alle freuten sich darüber sich wiederzusehen und es fand ein reger
Austausch statt.
Auch das Seminar wird unter den aktuellen Vorschriften nach den
Sommerferien weitergeführt.
Leider gibt es dennoch Veranstaltungen, die unter den aktuellen Bedingungen
nicht durchführbar sind. Daher kann auch das für den 4. Oktober geplante 20.
Hospiz-Benefiz-Konzert in diesem Jahr nicht stattfinden. Ein Angebot des
Hospizdienstes, welches im letzten Jahr Prämiere hatte, wird allerdings gerade
wieder vorbereitet. Am 3. Oktober wird bei hoffentlich schönem Wetter, erneut
eine Fahrrad-Friedens-Fahrt durchgeführt. Sie führt uns diesmal durch unsere
Pfarreiengemeinschaft Bohmte-Hunteburg-Lemförde und ist ca. 35 km lang.
Der Beginn ist um 13 Uhr in der katholischen Kirche Hunteburg mit einem
kleinen geistlichen Impuls. Auf der Strecke werden weiter Impulse folgen. Statt
eines Teilnehmer*innenbetrages wird um eine Spende für den Hospizdienst
gebeten. Hierzu eine herzliche Einladung!