„Hospiz- das ist aber viel mehr als ein Gebäude, es ist die große, den Globus umspannende Idee, dass wir Menschen einander im Sterben nicht allein lassen sollten. Hospiz, das ist in erster Linie eine Haltung Sterbenden und ihren Angehörigen gegenüber. Hospiz, das ist ein Verständnis von Leben, zu dem Krankheit, Leiden und Sterben, der Tod und die Trauer dazugehören.“

(Quelle: Lamp, Ida: Hospiz-Arbeit konkret, 2001)

Bereits seit Ende der 1980 Jahre wurde in der Katholischen Kirchengemeinde Lemförde „Zu den Heiligen Engeln“ überlegt, wie man ältere Gemeindemitglieder begleiten und unterstützen kann. Schnell wurden alle von der Idee der Hospizbewegung überzeugt. Ideengeber war der damals ortansässige Pfarrer Theo Paul. Zunächst wurde der Förderverein Hospiz Lemförde e.V. im Jahr 1992 gegründet. Zwei Ordensschwestern aus Münster vom Orden der Clemensschwestern Sr. Irmtrudis Brüggenhagen und Sr. Irmhild Espendiller lenkten ab April 1993 die Geschicke des Dienstes. Wichtiger Bestandteil der Aufgabe der beiden Schwestern waren auch die Begleitungen von Menschen am Lebensende, ihren An- und Zugehörigen im eigenen Zuhause bzw. auch in umliegenden Pflegeeinrichtungen. Dabei ist seit Anbeginn das tragende Element die Arbeit die Ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen. Sie verbringen Zeit in den Familien, hören zu, unterstützen und ermöglichen so Angehörigen auch mal das Haus zu verlassen. Ohne Sie wäre der Ambulante Hospizdienst nicht aufrecht zu erhalten. 2006 wurde mit der Hospizstiftung Stemweder Berg eine weitere finanzielle Säule zur Sicherung der Aufgaben geschaffen. Mittlerweile sind die beiden Schwestern nicht mehr in Lemförde tätig. Die Aufgaben haben sich im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt, so dass mittlerweile einige Angebote im Trauerbereich, Informationsgespräche im Bereich der Vorsorge, aber auch palliative Care Beratungen angeboten werden, ebenso wie Hospizbegleiter*innen Seminare.