


Als sich am vergangenen Dienstagabend schließlich mehr als 30 Personen in der Lemförder Bücherei einfanden, waren die Veranstalter doch positiv überrascht!
Es zeigte sich, dass man sich im passenden Rahmen durchaus über die Tabu-Themen Sterben, Tod und Trauer austauschen kann – und zwar offen, wertschätzend und ohne Scheu.
Der Abend war geprägt von vielfältigen Impulsen: Verschiedene Bücher zum Thema wurden vorgestellt, Märchen vorgelesen, persönliche Erfahrungen geteilt und angeregte Gespräche geführt. Dabei durfte natürlich auch gelacht werden! Zudem erfuhren wir mehr über den Einsatz des Wünschewagens und auch das wichtige Thema „Kindertrauer“ wurde nicht ausgespart.
Nach anderthalb Stunden war klar: Es gibt noch viel zu besprechen… Deshalb freuen wir uns auf eine Folgeveranstaltung am 11. März 2025 um 20 Uhr – und laden alle herzlich dazu ein!

Anfang Februar waren wir mit 16 ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen zu Besuch im Kolumbarium in Belm.
Vor knapp 3 Jahren wurde die dortige Kirche St Josef, umgestaltet und um ein Kolumbarium (=überirdische Urnenbegräbnisstätte) mit mehr als 1400 Urnenkammern ergänzt.
Der Begriff „Kolumbarium“ geht zurück auf die römische Sitte, die Verstorbenen in Wandnischen beizusetzen, die an einen Taubenschlag (lat. „columba“=Taube) erinnerten.
So bietet das Kolumbarium einen geschützten Raum, in dem pflegefreien Ruhestätten unabhängig vom Wetter, täglich besucht werden können.
Das Miteinander von Lebenden und Toten findet seinem Ausdruck unter anderem in den Gottesdiensten die regelmäßig in dem Gottesdienstraum gefeiert werden. Darüber hinaus gibt es Raum zum Innehalten, für Trauer, liebendes Gedenken und Erinnern, für Stille, Andacht und Gebet aber auch für Begegnung und Gespräch.



Unsere jährliche Adventsfeier für die ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen fand in diesem Jahr in unserem stimmungsvoll und gemütlich hergerichteten Gemeinderaum statt. Bei Punsch, Kaffee und verschiedenen Leckereien gab es viel Gelegenheit zum Austausch, zum Lachen und zum gemeinsamen Plaudern. Die Atmosphäre war heiter und geprägt von Herzlichkeit.
Ein besonderer Programmpunkt der Feier war jedoch auch mit etwas Wehmut verbunden, denn es standen zwei Verabschiedungen aus dem Ehrenamt an.
Gisela Schulte, die seit 2004 als Hospizbegleiterin, vor allem in Bohmte, aktiv war, verabschiedet sich nach 20 Jahren wertvoller Arbeit.
Markus Templin, der unseren Hospizdienst nach vier Jahren engagierter Tätigkeit verlässt, zieht es aus beruflichen und privaten Gründen Richtung Ludwigshafen.
Wir bedanken uns von Herzen bei Gisela und Markus für ihr großartiges Engagement und ihre wertvolle Unterstützung. Ihr Wirken war eine große Bereicherung für unseren Dienst, und wir werden euch sehr vermissen!
Für eure Zukunft wünschen wir euch alles erdenklich Gute. Möge der Hospizgedanke weiterhin in euch lebendig bleiben, damit ihr in euren bestehenden, aber auch in euren neuen Wirkungskreisen ein so wertvoller Teil der Gesellschaft bleibt.

